Wat kommt

Aktuell sind keine Termine vorhanden.

Die Geschichte Schlalachs

Schlalach wird zum ersten Mal 1342 indirekt erwähnt, damals noch als Slanlach oder Slanloch. Der Name ist wohl slawischen Ursprungs und soll eine sumpfige Waldlichtung bezeichnen.

Urkundliche Erwähnung fand Schlalach 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV.
Die Familie von Oppen hatte damals - und noch über 300 Jahre danach - das Patronat für Schlalach inne, bis der Dreißigjährige Krieg um 1636 große Verwüstungen in Schlalach anrichtete und dazu führte, dass das Dorf fast gänzlich entvölkert wurde.

1681 war dann die Familie von Oppen nicht mehr imstande, das verschuldete Gut zu halten. Der Große Kurfürst erwarb das Dorf in den Jahren 1681/84 aus der Konkursmasse und legte es zum Amt Saarmund. Das Gut wurde aufgelöst und das Land parzellenweise erbverpachtet. So konnten wieder bäuerliche Wirtschaften entstehen und das Dorf gelange allmählich zu einem bescheidenen Wohlstand. Neben Hüfnern und Kossäten entstand eine weitere gesellschaftliche Klasse, die landarmen Büdner.

1685 wurde dann die Papiermühle des Dorfes privilegiert, was zu einem weiteren wirtschaftlichen Aufschwung führte. 1785 besaß Schlalach ein Nebenzollamt.

1837 gab es 60 Wohnhäuser im Dorf,1902 waren es bereits 102 Häuser. Schon 1906 gab es in Schlalach drei Gastwirtschaften. Elektrischen Strom bekam das Dorf hingegen erst in den Jahren 1922/23. 

Das Ende des Zweiten Weltkrieges traf Schlalach schwer, 1945 wechselte der Ort mehrmals die Fronten. Bis auf drei Einwohner verließen alle das Dorf während der Kämpfe.

1953 wurde die erste LPG gegründet und 1963 bekam Schlalach eine elektrische Straßenbeleuchtung. 1970-1982 wurde das Straßennetz ausgebaut und teilweise kanalisiert.

Das Gerätehaus der Feuerwehr erfuhr 1996 einen Ausbau, die Straße nach Treuenbrietzen wurde erneuert und der Dorfplatz vor der Kirche neu gestaltet.

Die Kirche von Schlalach

Die Feldsteinkirche des Dorfes wurde um 1500 gebaut, die Existenz eines Vorgängerbaus aus Holz ist möglich, aber nicht nachgewiesen.

Der schöne spätgotische Schnitzaltar in der Kirche kam auf Umwegen nach Schlalach. Während des Bildersturms in Wittenberg 1522 wurde der Altar von einer katholischen Familie versteckt und später an die Familie von Oppen verkauft, die den Altar in Schlalach aufstellte.

Der gotische Taufstein aus Sandstein ist womöglich älter als die Kirche selbst und wird von einigen Fachleuten in die Zeit um 1300 datiert.

Der Innenraum besitzt eine Hufeisenempore von 1695, die an der Westseite als Orgelempore zweigeschossig ist. Die Decke des Kirchenraums ist ein Tonnengewölbe mit einer Bemalung von 1715 und datierenden Chronogrammen am Unterzug.

1862 wurde die Kirche umfassend renoviert, sie wurde mit großen neogotischen Fenstern versehen und die Kirche musste wegen des Umbaus an der Ostseite mit massiven Pfeilern abgestützt werden.

Dem ursprünglich schlank aufragenden Kirchturm wurde in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs die Spitze abgeschossen. Sie wurde nicht wieder originalgetreu aufgebaut und so endet der Turm heute mit einem schlichten quer gestellten Satteldach.

1973 deckte ein Sturm das Kirchendach ab. Eine Sammlung unter den Gemeindemitgliedern ergab stattliche 10.000 Mark. So konnte das Dach 1974 durch eine Feierabendbrigade neu gedeckt werden.

1983 wurde der Innenraum der Kirche neu gestrichen und es wurden einige alte Kriegsschäden beseitigt. Seit dem Jahr 2000 zeigt eine elektrische Uhr die Zeit an. Die letzte Sanierung erfolgte im Jahr 2006.

Schlalach Kirche

Schlalach Kirche

 

Energiedorf Schlalach

In Schlalach gibt es seit 2010 einen Windpark, der mit starker Mitbestimmung der Bevölkerung entstanden ist. Im Windpark stehen 23 Enercon-Windenergieanlagen mit jeweils 2,3 bis 3,0 MW. Damit erzeugt Schlalach in etwa den Strom, den eine Stadt mit 80.000 Einwohnern verbraucht. Ausserdem gibt es inzwischen eine Bürgerstiftung aus dem Windpark und eine Bürgerwindkraftanlage.

Die Biogasanlage der Agrargenossenschaft Schlalach wurde im Jahr 2014 in Betrieb genommen und wird von den Kühen und den pflanzlichen Produkten der Agrargenossenschaft gespeist. Die Biogasanlage ist mit 500 KW so vernünftig dimensioniert, dass eine gute Fruchtfolge auf unseren Feldern eingehalten werden kann. Ausserdem werden die tierischen Abfallprodukte besser verwertet.

Details zur Anlage sind der anliegenden "Information der Öffentlichkeit" zu entnehmen.

 

Berühmte Schlalacher

Der bekannteste Sohn Schlalachs ist wohl der Kirchenpolitiker und wirtschaftliche Reformer Matthias von Oppen, der um 1565 in Schlalach geboren wurde und Domherr in Halberstadt war.

Der berühmteste Pfarrer Schlalachs war zweifellos Christian Friedrich Germershausen, der von 1748 – 1807 der Pfarrei vorstand. Er verfasste sogenannte „Hausväterliteratur“, die Gutsbesitzern und Familienvorständen wertvolle Hinweise zu einer sparsamen und effizienten Wirtschaftsführung geben sollte. Außerdem war er Gründungsmitglied der Märkischen Oekonomischen Gesellschaft, der als Ehrenmitglied später auch J.W. v. Goethe angehörte.

Christian Friedrich Germershausen

 

Die Geschichte Schlalachs

Schlalach wird zum ersten Mal 1342 indirekt erwähnt, damals noch als Slanlach oder Slanloch. Der Name ist wohl slawischen Ursprungs und soll eine sumpfige Waldlichtung bezeichnen.

Urkundliche Erwähnung fand Schlalach 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV.
Die Familie von Oppen hatte damals - und noch über 300 Jahre danach - das Patronat für Schlalach inne, bis der Dreißigjährige Krieg um 1636 große Verwüstungen in Schlalach anrichtete und dazu führte, dass das Dorf fast gänzlich entvölkert wurde.

1681 war dann die Familie von Oppen nicht mehr imstande, das verschuldete Gut zu halten. Der Große Kurfürst erwarb das Dorf in den Jahren 1681/84 aus der Konkursmasse und legte es zum Amt Saarmund. Das Gut wurde aufgelöst und das Land parzellenweise erbverpachtet. So konnten wieder bäuerliche Wirtschaften entstehen und das Dorf gelange allmählich zu einem bescheidenen Wohlstand. Neben Hüfnern und Kossäten entstand eine weitere gesellschaftliche Klasse, die landarmen Büdner.

1685 wurde dann die Papiermühle des Dorfes privilegiert, was zu einem weiteren wirtschaftlichen Aufschwung führte. 1785 besaß Schlalach ein Nebenzollamt.

1837 gab es 60 Wohnhäuser im Dorf,1902 waren es bereits 102 Häuser. Schon 1906 gab es in Schlalach drei Gastwirtschaften. Elektrischen Strom bekam das Dorf hingegen erst in den Jahren 1922/23. 

Das Ende des Zweiten Weltkrieges traf Schlalach schwer, 1945 wechselte der Ort mehrmals die Fronten. Bis auf drei Einwohner verließen alle das Dorf während der Kämpfe.

1953 wurde die erste LPG gegründet und 1963 bekam Schlalach eine elektrische Straßenbeleuchtung. 1970-1982 wurde das Straßennetz ausgebaut und teilweise kanalisiert.

Das Gerätehaus der Feuerwehr erfuhr 1996 einen Ausbau, die Straße nach Treuenbrietzen wurde erneuert und der Dorfplatz vor der Kirche neu gestaltet.

Die Kirche von Schlalach

Die Feldsteinkirche des Dorfes wurde um 1500 gebaut, die Existenz eines Vorgängerbaus aus Holz ist möglich, aber nicht nachgewiesen.

Der schöne spätgotische Schnitzaltar in der Kirche kam auf Umwegen nach Schlalach. Während des Bildersturms in Wittenberg 1522 wurde der Altar von einer katholischen Familie versteckt und später an die Familie von Oppen verkauft, die den Altar in Schlalach aufstellte.

Der gotische Taufstein aus Sandstein ist womöglich älter als die Kirche selbst und wird von einigen Fachleuten in die Zeit um 1300 datiert.

Der Innenraum besitzt eine Hufeisenempore von 1695, die an der Westseite als Orgelempore zweigeschossig ist. Die Decke des Kirchenraums ist ein Tonnengewölbe mit einer Bemalung von 1715 und datierenden Chronogrammen am Unterzug.

1862 wurde die Kirche umfassend renoviert, sie wurde mit großen neogotischen Fenstern versehen und die Kirche musste wegen des Umbaus an der Ostseite mit massiven Pfeilern abgestützt werden.

Dem ursprünglich schlank aufragenden Kirchturm wurde in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs die Spitze abgeschossen. Sie wurde nicht wieder originalgetreu aufgebaut und so endet der Turm heute mit einem schlichten quer gestellten Satteldach.

1973 deckte ein Sturm das Kirchendach ab. Eine Sammlung unter den Gemeindemitgliedern ergab stattliche 10.000 Mark. So konnte das Dach 1974 durch eine Feierabendbrigade neu gedeckt werden.

1983 wurde der Innenraum der Kirche neu gestrichen und es wurden einige alte Kriegsschäden beseitigt. Seit dem Jahr 2000 zeigt eine elektrische Uhr die Zeit an. Die letzte Sanierung erfolgte im Jahr 2006.

Schlalach Kirche

Schlalach Kirche

 

Energiedorf Schlalach

In Schlalach gibt es seit 2010 einen Windpark, der mit starker Mitbestimmung der Bevölkerung entstanden ist. Im Windpark stehen 23 Enercon-Windenergieanlagen mit jeweils 2,3 bis 3,0 MW. Damit erzeugt Schlalach in etwa den Strom, den eine Stadt mit 80.000 Einwohnern verbraucht. Ausserdem gibt es inzwischen eine Bürgerstiftung aus dem Windpark und eine Bürgerwindkraftanlage.

Die Biogasanlage der Agrargenossenschaft Schlalach wurde im Jahr 2014 in Betrieb genommen und wird von den Kühen und den pflanzlichen Produkten der Agrargenossenschaft gespeist. Die Biogasanlage ist mit 500 KW so vernünftig dimensioniert, dass eine gute Fruchtfolge auf unseren Feldern eingehalten werden kann. Ausserdem werden die tierischen Abfallprodukte besser verwertet.

Details zur Anlage sind der anliegenden "Information der Öffentlichkeit" zu entnehmen.

 

Berühmte Schlalacher

Der bekannteste Sohn Schlalachs ist wohl der Kirchenpolitiker und wirtschaftliche Reformer Matthias von Oppen, der um 1565 in Schlalach geboren wurde und Domherr in Halberstadt war.

Der berühmteste Pfarrer Schlalachs war zweifellos Christian Friedrich Germershausen, der von 1748 – 1807 der Pfarrei vorstand. Er verfasste sogenannte „Hausväterliteratur“, die Gutsbesitzern und Familienvorständen wertvolle Hinweise zu einer sparsamen und effizienten Wirtschaftsführung geben sollte. Außerdem war er Gründungsmitglied der Märkischen Oekonomischen Gesellschaft, der als Ehrenmitglied später auch J.W. v. Goethe angehörte.

Christian Friedrich Germershausen

 

In Schlalach schauten vorbei:

Zählung ab 19.03.2014
Online:
1
Besucher heute:
22
Besucher gesamt:
29.430
Zugriffe heute:
34
Zugriffe gesamt:
45.871
Besucher pro Tag: Ø
17
Zählung seit:
 19.03.2014